Resolution zur politischen Niederlage der Regierung Ahmadinejad und zur Krise der Islamischen Republik


1- Die von der Islamischen Republik verfolgte Politik der Unterdrückung jeder Kritik und jeden Protests, die mit der Machtübernahme von Ahmadinejad in einem manipulierten Wahl-Zirkus, durch noch mehr Terror, Mord, Verhaftung und Hinrichtung durchgesetzt werden sollte, ist vollkommen gescheitert. Die dauernden und fortschreitenden Proteste in der Gesellschaft sind ohne Zweifel ein Indikator für dieses Scheitern. Die Regierung Ahmadinejads konnte trotz massiver Repressalien die Menschen nicht einschüchtern und zurückdrängen.

2- Die Bemühungen der Islamischen Republik, aus den Spannungen mit der US-Regierung und ihren Verbündeten für sich Nutzen zu ziehen und durch Erzeugung einer Atmosphäre des Ausnahmezustands und des Nationalismus die Kämpfe und Proteste der Bevölkerung zu unterdrücken und zurückzudrängen, haben sich in der Tat gegen sie selbst gewendet. Die " Atom-Krise", die Kriegsdrohung und deren Folgeerscheinungen haben sich entgegen den Erwartungen und Berechnungen des islamischen Regimes nicht zu seinen Gunsten ausgewirkt. Im Gegenteil. Sie haben den Abscheu der Bevölkerung gegen die Islamische Republik und auch gegen die Politik der "Neuen Weltordnung" verstärkt.

3- Die Verbreitung der Protestatmosphäre in der Gesellschaft, und die weitgehende internationale Isolation der Islamischen Republik haben die Krise und die internen Machtkämpfe des Regimes verschärft und die Überlebensfrage der Islamischen Republik für die Regierung und ihre gesamten Unterstützer noch ernsthafter auf die Tagesordnung gesetzt. Die Islamische Republik, die unter massivem internationalem Druck steht, eine zerrüttete Wirtschaft besitzt, und mit verschärften internen Machtkämpfen beschäftigt ist, sieht sich einer radikal protestierenden Bevölkerung gegenüber, die ihren Sturz will.

4- Der Einschüchterungspolitik der Islamischen Republik ist von Arbeitern und breiten Bevölkerungsschichten eine Niederlage zugeführt worden. Die Welle der Arbeiterstreiks und -proteste in der gegenwärtigen Phase ist wichtiger Grundpfeiler zum Erhalt und zur Fortentwicklung des kämpferischen Protestklimas im Iran. Im Einklang mit den Arbeitern haben die Proteste der Studenten, Frauen, Lehrer und anderer Bevölkerungsschichten die islamische Regierung in eine aussichtslose Lage getrieben. Das Bewusstsein der Bevölkerung über diese Tatsache hat für die Menschen bessere Möglichkeiten zur Erweiterung ihrer Proteste geschaffen. Die Bevölkerung im Iran ist weitgehend politisch, radikal und aufbegehrend. Dieses Protestklima und die aktive Umsturzbewegung stellen zugleich die Verwirklichung der gegen die Bevölkerung gerichteten bürgerlichen Szenarien des Kuhhandels bzw. des Regimewechsels von oben, vor ernste Schwierigkeiten.

5- Die Herrschaft des islamischen Regimes und das Fortbestehen der jetzigen Situation bedeuten unweigerlich die immer stärkere Zerstörung des gesellschaftlichen Gefüges und die Ausweitung der Armut und das Herabsinken der Werte des menschlichen Lebens in der Gesellschaft. Im Moment beobachten wir in der Gesellschaft dieses Phänomen weitgehend. Armut und andere gesellschaftliche Probleme, wie Prostitution, Sucht, Kriminalität und Korruption breiten sich rasant aus. Diese Situation kann nicht in der Gesellschaft fortbestehen. Diese Barbarei kann nur mit einem revolutionären Sturz des Regimes beendet werden. Hoffnungslosigkeit und Hinnahme dieser Situation sind nicht kennzeichnend für die politische und gesellschaftliche Lage im Iran. Der allgemeine Trend in der politischen Lage des Irans besteht darin dass sich die Arbeiter und die Bevölkerung immer breiter den Protesten und der Bewegung für den Sturz des Regimes und die revolutionäre Umwälzung der Gesellschaft anschließen.

6- Die Sackgasse, in der sich die Islamische Republik befindet, ist nicht nur die Krise einer Regierung, sondern die Krise der Herrschaft der gesamten Bourgeoisie im Iran. Dieser Staat, der einst an die Macht gebracht worden ist, um die Revolution der Arbeiter und der Bevölkerung niederzuschlagen, ist seit geraumer Zeit selbst zur direkten Zielscheibe der breiten Proteste der Arbeiter und verschiedenen Schichten in der Gesellschaft geworden. Die Islamische Republik steht heute einer radikalen linken Umsturzbewegung gegenüber. Eine Bewegung, die sich immer mehr nach links orientiert und in ihren Parolen und ihrer Kritik bezüglich der bestehenden Lage immer mehr die Eigenschaften eines sozialistischen Protestes annimmt.
Die Hegemonie der Linken über die Bewegung für den Stürz des Regimes und die Verbreitung sozialistischer Losungen und sozialistischer Kritik der bestehenden Lage führte dazu, dass die bürgerlichen Alternativen marginalisiert sind. Die Verwirrtheit und die Sackgasse, in der sich die Bourgeoisie befindet, zeigt sich in der Wirkungslosigkeit und Marginalisierung solcher politischen Versuche wie "innere Wandlung" des Regimes, "Referendum", "Föderalismus", "Reform", "Regime Change", Putsch und jeglicher Strategie des Kuhhandels und der Veränderung von oben, die von den verschiedenen bürgerlichen Oppositionskräften verfolgt wird.
Die Schaffung einer Kriegs-Atmosphäre und die größer werdende Kriegsgefahr zeigen die Alternativlosigkeit der internationalen Bourgeoisie, und Hoffnungs- und Ausweglosigkeit der Islamischen Republik bezüglich der bestehenden politischen Lage im Iran.

7- Die Islamische Republik muss weg. Der Sturz dieses Regimes durch die Revolution der Arbeiter und der Bevölkerung ist eine dringende Notwendigkeit der politischen Lage im Iran. Die sozialistische Alternative ist die einzig wahre und hoffnungsvolle Perspektive für die Sicherstellung von Freiheit, Gleichheit und Wohlstand im Iran. Die Arbeiterkommunistische Partei ist ein entscheidender Faktor der Verstärkung und Dauerhaftigkeit der Kämpfe und für die Schaffung des jetzigen radikalen Klimas. Sie vertritt diesen linken und sozialistischen Horizont. Die Arbeiterkommunistische Partei Irans kämpft mit aller Kraft für den Sturz der Islamischen Republik, für die Eroberung der politischen Macht und die Gründung der sozialistischen Republik. Sie ruft die Arbeiter und die Bevölkerung auf, sich ihr anzuschließen.


Politbüro der Arbeiterkommunistische Partei Iran
28.03.2007