Die Welt ist schon wieder Zeuge eines neuen vernichtenden Nahost-Konflikts.
Die hilfsbedürftige Bevölkerung in Palästina, Südlibanon
und die unschuldigen Bewohner der Stadt Haifa fallen den Terroristen, das heißt
dem israelischen Staatsterrorismus und dem islamischen Terrorismus zum Opfer
und alle fragen sich "WARUM?"
Angeblich habe die Geiselnahme eines israelischen Soldaten in Israel durch die
Hamas und von zwei weiteren Soldaten in Nordisrael durch die Hisbollah die Mordmaschinerie
des israelischen Staates in Gang gesetzt.
Die Hamas und Hisbollah sind sicherlich terroristische Organisationen und vertreten
in keinster Weise die Interessen der Bevölkerung in Palästina und
dem Libanon. Aber das brutale Vorgehen des israelischen Staates gegen die unschuldige
Bevölkerung in Palästina ist die Grundlage für die wachsenden
islamischen Terrorgruppen. Dagegen ist der islamische Terrorismus der Vorwand
für die andauernde Aggression und Militarismus von Israel. Die beiden Kontrahenten
rechtfertigen ihre menschenfeindliche Politik mit den Verbrechen des jeweiligen
Gegners. Der Staatsterrorismus und der islamische Terrorismus sind die zwei
Seiten einer Münze und verbreiten gegenseitig die Grundlage ihre Existenz.
Die wahre Ursache der aktuellen Eskalation mit hunderten Toten, Verletzten und
Vertriebenen in Nahost ist nicht die Geiselnahme von israelischen Soldaten.
Die Geiselnahme von zwei Soldaten ist nicht der Grund für so einen ungeheuerlichen
Krieg. Dabei geht es mehr um das Erreichen eines neuen Gleichgewichts zwischen
Terror-Kontrahenten im Rahmen der US- Strategie der neuen Weltordnung und des
Plans für den "Grossraum Nahost.
Die Hamas in Palästina und die Hisbollah im Südlibanon sind zwei Stützpunkte
des politischen Islams, die das Problem der palästinensischen Bevölkerung
zu ihrer Machtbehauptung ausnutzen. Süd-Libanon und der Angriff der Hisbollah
durch die Unterstützung des Irans und Syrien und Raketenangriffe auf israelische
Städte ist die neue frontale Auseinandersetzung der Islamisten in Folge
der Fortschritte des islamischen Terrorismus in Irak, Palästina und Afghanistan.
Die israelische Regierung hat auch unter dem Vorwand der internationalen Terrorbekämpfung
die Gunst der Stunde ausgenutzt, um ihre ständige Unterdrückung der
palästinensischen Bevölkerung diesmal verstärkt als Vertreter
des westlichen Staatsterrorismus fortzusetzen. Für die Bombardements und
kriegerischen Angriffe hat sich die israelische Regierung eine kurze Frist gesetzt.
Die USA verteidigte die israelische Regierung und in den Medien wurde die israelische
Militärangriffe als Recht auf Selbstverteidigung und zum Teil als ein Kampf
gegen den internationalen Terrorismus unterstützt. Der Spruch "Achse
des Bösen" war öfter in den Nachrichtensendern zu hören.
Dies diente der Vorbereitung der Öffentlichkeit für einen langen Krieg.
Abgesehen von Kriegspropaganda-, politischen und diplomatischen Argumentationen
ist dieser Krieg und diese Krise ein neuer Akt der Konfrontation der Vertreter
des heutigen Militarismus und Terrorismus, die im Stande sind alles in den Abgrund
zu reißen. Dieser Krieg hat nicht im Geringsten mit der Freiheit, Gerechtigkeit
und den unterdrückten Rechten der Menschen in Palästina, Libanon und
Israel zu tun.
Die Arbeiterkommunistische Partei Iran verurteilt mit aller Entschiedenheit
diesen terroristischen Kriegsakt samt seinen reaktionären Zielen. Die Opfer
dieses Krieges sind unschuldige Menschen, die keinen Profit an dieser Konfrontation
haben. Die Arbeiterkommunistische Partei appelliert an alle freiheitsliebenden
Menschen weltweit gegen diesen barbarischen Terrorismus organisiert zu protestieren
und ihn zu stoppen. Die Bombardements und die Tötung der palästinensischen
und libanesischen Bevölkerung muss sofort beendet werden. Die Annektierung
der israelischen Regierung muss verurteilt und für sofortige Beendigung
des Krieges von allen Seiten unter internationalen Druck gesetzt werden. Die
Menschen in der Kriegsregion müssen unverzüglich mit Lebensmitteln,
Medikamenten und Unterkünften versorgt werden. Die islamistischen Terrorgruppen
müssen entwaffnet und boykottiert werden. Die Beseitigung der Grundlagen,
die zur Stärkung des politischen Islams beitragen, ist die Bedingung für
seine Niederlage in Nahen Osten.
Dazu gehört erstens der revolutionäre Untergang der islamischen Republik
im Iran und zweitens die Anerkennung eines unabhängigen gleichberechtigten
Palästinastaates durch Israel. Wie schon erwähnt, haben die islamistischen
Bewegungen durch die Politik der USA und Israel nämlich durch "langjährige
Kriege gegen Terrorismus" profitiert und an Zahl und Macht zugenommen.
Die aktuellen Beispiele sind der Irak, Afghanistan, der Libanon und Palästina.
Alle humanitären, säkularen, freiheitsliebenden Organisationen, Gruppen
und Parteien müssen sich gegen beide Pole des Terrorismus erheben.
"Die Dritte Kraft" ist eine Bewegung aus den Gesellschaften und Individuen,
die sich für Menschlichkeit, Säkularismus und Freiheit gegen diese
Barbarei aufhebt.
Die Mehrheit der Menschen auf der Welt u. a. in den so genannten islamischen
Ländern
können diese Situation nicht mehr ertragen. Sie definieren sich weder mit
den reaktionären militaristischen Staaten noch mit den terroristischen
Strömungen. Diese schweigende Mehrheit muss vertreten werden. Die Arbeiterkommunistische
Partei Irans ruft alle Freiheitsliebende Menschen, progressive Kräfte und
Arbeiterorganisationen auf, sich der dritten Kraft anzuschließen.
Arbeiterkommunistische Partei Irans
17.07.2006